Leichtbau als grüne Technologie im Schiffbau?

Bau der Schiffe:
Besonders umweltfreundliche und nachhaltige Schiffe sollten bereits hier weniger Ressourcen verbrauchen. Erstens benötigen leichtere Schiffe weniger Material. Zweitens sollte das Material bei der Herstellung dann auch möglichst weniger Energie benötigen als ein Vergleichsmaterial. Hier sei nur auf den erheblich höheren Energiebedarf zur Erzeugung eines Kilos Aluminium gegenüber einem Kilo Glasfasern hingewiesen.

Betrieb der Schiffe:
Wenn man bedenkt, dass ein schnelles, professionelles Schiff pro Jahr je nach Betriebsstunden das vier- bis zehnfache seines Eigengewichtes an Treibstoff verbraucht, zeigt sich die große Relevanz des Treibstoffverbrauchs gerade bei schnellen Schiffen. Der wichtigste Aspekt zur Minimierung des Schiffswiderstandes ist daher die Verringerung des Gewichtes. Durch konsequente Composite Sandwichbauten bei Anwendung von Epoxydharzen und Prepregs kann das Eigengewicht unserer neuen Schiffe gegenüber vergleichbaren Aluminiumschiffen annähernd halbiert werden. Hierdurch halbiert sich dann auch der Leistungsbedarf und damit der Brennstoffverbrauch.
Um welche Größenordnung es hierbei geht, sei hier kurz an einem Beispiel skizziert: Ein 22m Katamaran CTV aus Aluminium wiegt etwa 70to und benötigt bei 22kn Fahrt etwa  280ltr./std. Diesel. Ein 24m Katamaran CTV in unserer neuen Bauweise wiegt etwa 40to und benötigt bei der gleichen Geschwindigkeit nur etwa 150lt./std. Daraus ergibt sich bei einer technischen Lebensdauer von 20 Jahren eine Brennstoffersparnis von 3,8 Millionen Liter und die Vermeidung von 10000 Tonnen CO² Emissionen.

Design Flexibilität
Durch den Bau aus großen, standardisierten Sandwichpaneelen in feuergeschützter Qualität können heute maßgeschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Anwendungen erarbeitet werden. Vom Binnen-Passagierschiff bis zum Offshore-Arbeitsschiff oder auch zu Aufbauten für den Großschiffbau kann daraus fast alles kostengünstig gefertigt werden. Diese Bauweise ähnelt dann in vieler Hinsicht dem Stahlschiffbau, Verbindungsnähte werden hierbei nur nicht mehr geschweißt sondern geklebt. Die Klebeverfahren sind heute so weit entwickelt, dass eine Klebenaht teilweise erheblich schneller erstellt werden kann als eine Schweißnaht, und das in einwandfrei reproduzierbarer und zertifizierter Qualität
.

Kasko2

Kaskobau für einen 20m Katamaran aus großen Sandwichpaneelen

Mischmaschine

Appliziermaschine für Epoxydkleber

HohlkehlenWeb1

maschinelles Anfertigen einer Hohlkehle

Ausführliche PDF-Unterlagen über Kontakt